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Das berühmt berüchtigte 2021

  • Autorenbild: chiarasue
    chiarasue
  • 3. Jan. 2021
  • 3 Min. Lesezeit

Ich weiß, ich weiß. Schön langsam haben wir genug Jahresrückblicke gesehen. 2020. Das Jahr, das anders war als alle zuvor. Allerdings will ich gar nicht über 2020 reden. Und eigentlich auch nicht über 2021. Das heißt, eigentlich schon. Zumindest kurz.


Wo ich nur hinhöre, wird 2021 in den Himmel gepriesen. 2021 wird wieder normal. Sogar besser. 2021 wird alles wieder gut. Besser. 2021 wird der Virus besiegt, eine Lösung für die Klimakrise gefunden und der Wirtschaft zu einer neuen Höchstleistung verholfen. 2021. Man könnte meinen, das Paradies kommt auf uns zu.


Nun ja, es ist ja schön und gut, wenn man versucht, wieder etwas Heiterkeit unter die Bevölkerung zu streuen. Was wir jetzt brauchen, ist ein Lichtblick. Ein Lichtblick, der momentan von der heiß ersehnten Impfung personifiziert wird. Die meisten wünschen sich einen Weg zurück in die Normalität. Natürlich ist es da naheliegend, voller Hoffnung auf 2021 zu schauen. Wo kämen wir dahin, wenn wir miesepetrig und deprimiert ins neue Jahr hinüber rutschen? Nein, nein, Hoffnung innerhalb der Bevölkerung aufbauen zu wollen ist schon gerechtfertigt.


Allerdings: Wir haben keine Ahnung, ob 2021 besser wird. Natürlich gibt es da die Impfung, die uns von den Qualen der Pandemie erlösen könnte. Aber kehrt unser Leben dann zurück in den gewöhnlichen Trott? Oder taucht eine noch größere Herausforderung auf? Ein ernsthafter Plan, um der Klimakrise entgegenzuwirken, ist ebenfalls noch nicht in Sicht. Die ganze Welt ist in Schulden versunken. Wird es wirklich wieder bergauf gehen? Keine Ahnung.


Nun stimme ich euch vollkommen zu, dass nichts Falsches dabei ist, optimistisch ins neue Jahr zu marschieren. Wir sollten uns aber bewusst sein, dass sich all unsere Vorsätze und Wünsche nicht einfach erfüllen werden. Jedes Jahr nehme ich mir vor, mehr Sport zu machen. Bis jetzt habe ich das noch nie in die Tat umgesetzt. Bis auf heuer. Mitten im ersten Lockdown konnte ich mich schließlich dazu überwinden, täglich etwas auf der Sportmatte zu schwitzen. Kein neues Jahr hat mir den Anstoß gegeben, sondern mein eigenes Gewissen. Genauso wenig wird die Pandemie einfach verschwinden. Ihre Auswirkungen werden uns noch lange begleiten und wir müssen zusammen und jeder für sich damit zurechtkommen. Ebenso müssen wir weiter an unseren persönlichen Vorsätzen arbeiten. Wir sind keine neuen, besseren Menschen, nur weil sich die letzte Stelle unseres Datums auf einmal verändert hat. Genauso wie 2020 kein schlechteres Jahr ist als 2021. Es kommt immer darauf an, was wir daraus machen. (So kann man meine Sportmatte auch toll für ein kurzes (oder langes) Nickerchen verwenden ;))


Der nächste wichtige Punkt ist, dass man nichts in der Zukunft verändern kann. Nie. Das einzige, was man verändern kann, ist die Gegenwart. Und anstatt hoffnungsfroh auf das kommende 2021 zu schauen, würde ich raten, den Blick motiviert auf den heutigen Tag zu richten. Den Moment, der eben verstreicht. Was kannst du jetzt ändern? Jetzt tun? Was nimmst du dir für heute vor?


Ich denke, dass viele Probleme ungelöst bleiben, weil wir immer nur darauf warten, dass sie sich in der Zukunft wie von selbst lösen und dabei vergessen, dass wir eigentlich etwas dafür tun müssten. Und zwar nicht morgen oder in einer Woche, sondern jetzt. Genau jetzt.

Natürlich darf man dabei auch die Pausen nicht vergessen (man siehe früherer Blogbeitrag ;))


So. So viel zu den Vorsätzen für 2021. Ich weiß nicht, ob es ein tolles Jahr wird und eigentlich ist das auch gar nicht so wichtig. Wichtig ist, wie es mir jetzt geht und was ich jetzt gerne tue. Genau heute. Und heute ist ein schöner Tag. Finde ich. Wie ist deiner so :)?


Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Ruhe, um ihn so zu gestalten, wie du ihn gerne hättest! Bis nächsten Sonntag ;)


 
 
 

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