Der Kampf gegen die Leere im Kopf
- chiarasue

- 20. Mai 2020
- 2 Min. Lesezeit
Ich will ganz ehrlich sein. Vor kurz fünf Minuten ist mir geschossen, dass heute Mittwoch ist und das bedeutet, dass ich eigentlich schon längst einen Blogeintrag online stellen hätte sollen. Aber na ja, ich habe ja noch ungefähr 4 Stunden Zeit. Also hat mein Kopf angefangen zu rattern. Was könnte ich heute schreiben? Wo bleiben die Ideen?
Die traurige Wahrheit: Sie sind nicht aufgetaucht. Jetzt habe ich kurzerhand beschlossen, darüber zu schreiben, dass ich keine Ideen habe. Wie ich es nenne: "Kurzschreibschluss". Was habe ich schon einmal gegen Schreibblockaden geraten? Liegen lassen, etwas anderes tun. Das Problem ist, dass ich nur mehr 4 Stunden habe und Zeitdruck verjagt bekanntlich jeden halbwegs brauchbaren Einfall. Was werde ich nun tun? Ganz einfach: Ich schreibe drauf los. Ich schreibe darüber, dass mir nichts zu schreiben einfällt und tadaaaa schon habe ich etwas geschrieben. Paradox, aber wirksam.
Wie besagt das Sprichwort? Man soll Feuer mit Feuer bekämpfen.
Gerade habe ich aber gar keine Lust zu kämpfen. Ich habe heute schon ein 30-Minuten-Full-Body-Workout, zwei Meinungsverschiedenheiten mit meinem Freund (ich will das Wort "Streit" nicht verwenden, das lässt die Situation so gravierend wirken), ein langes Versöhnungsgespräch und einen Stadtausflug zwecks Bildungsgründen hinter mir. Ich bin also im wahrsten Sinne des Wortes erledigt und fühle mich nicht imstande, gegen die Leere in meinem Kopf zu kämpfen.
Also Plan B: Annehmen. Wie heißt es so schön? Man soll auch seine Feinde lieben. Meint: Ich sollte mit der Leere zusammenarbeiten, was allerdings nicht ganz so leicht ist. Die Leere ist ja irgendwie nichts und wie soll man mit nichts zusammenarbeiten? Na ja, ich war sowieso noch nie ein Gruppenarbeitsfan. So weit so gut.
Meine Mama rät mir in solchen Situationen immer: Nicht in den Widerstand gehen und das Problem ignorieren, sich darüber frustrieren, diverse Möbel malträtieren, sondern lieber meditieren (meint: chillen). Also soll ich mich nicht über die Leere ärgern. Das trifft sich gut, da ich sowieso keine Energie mehr zum Ärgern habe. Falls jemand gerade in einer ähnlichen Lage steckt, empfehle ich ein 30-Minunten-Full-Body-Workout. Ich garantiere, danach ist einem das Problem schnuppe (auch eigentlich ein lustiges Wort, oder?).
Was habe ich nun eigentlich wirklich gemacht? Na ja, ich habe irgendetwas geschrieben. Ich fürchte, was hier steht, macht bei meinem Verstand gar nicht halt, sondern saust direkt durch zu meinen Fingern. Das ist aber auch irgendwie ein lustiges Gefühl. Kann ich durchaus empfehlen. Schnapp dir einen Laptop und tipp drauf los! Egal, was dabei herauskommt. Vielleicht ist es nicht so schlau, diesen Gedankenbrei dann zu veröffentlichen, aber ich denke lieber nicht zu lange über diese kurzfristige Entscheidung nach. Notfalls kannst du das hier ja alles in der Früh nochmal lesen. Brei in der Früh soll gesund sein, habe ich mir sagen lassen.
So, damit wünsche ich dir noch einen schönen Abend und ich verspreche, am Sonntag wird es wieder weniger breiig! Da kommt dann eine knackige Karotte zum Schweinsbraten! Oder doch als Motivation für das bevorstehende Workout? (Ich werde mich wohl eher an erstere Option halten...;) )
Bis dann!




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