Mit offenen Augen
- chiarasue

- 15. Nov. 2020
- 3 Min. Lesezeit
Wunderschönen guten Tag euch allen!
Wie geht es euch? Für mich war gestern ein ganz besonderer Tag und deshalb habe ich mich entschieden, heute wieder einen Text mit euch zu teilen, den ich vor ungefähr einem Jahr geschrieben habe.
Mit offenen Augen
Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass Träume tatsächlich in Erfüllung gehen können.
Nein, ganz ehrlich; ich war der Meinung, dass Wünsche ja schön und gut sind und ich habe es geliebt, in Büchern von vereinten Familien, zusammengefundenen Paaren und ewiger Freundschaft zu lesen. Aber um die Wahrheit zu sagen, habe ich das alles nie geglaubt. Natürlich habe ich es gehofft. Aus ganzem Herzen. Doch dann ist da diese Stimme in meinem Kopf, die mir sagt, dass ich mir meine Naivität sonst wohin stecken kann und endlich die Augen aufmachen soll. Und dennoch bleibe ich lieber in meiner eigenen Welt, weil es mit geschlossenen Augen eigentlich viel schöner ist.
Ich hätte nie gedacht, dass ich sie schon längst offen gehabt habe.
Du hast dich langsam in mein Leben geschlichen. Wie die Sonne, die sich unbemerkt zwischen den Wolken hervorstiehlt und einen nicht merken lässt, wie einem Stück für Stück wärmer wird. Und auf einmal warst du nicht mehr wegzudenken. Du bist für mich unersetzlich geworden und mein Mund lächelt jedes Mal von selbst, wenn ich dich sehe.
Manchmal habe ich Angst.
Nach dem Aufwachen eine Nachricht von dir auf meinem Handy zu finden, ist normal geworden. Was würde passieren, wenn es eines Tages anders ist? Was, wenn wir streiten und uns nicht wie sonst nach Sekunden der Wut bereits wieder vertragen? Wenn sich herausstellt, dass wir doch nicht so essentiell in dem Leben des jeweils anderen sind, wie wir gedacht haben? Es würde sich anfühlen, als ob mir der Boden unter den Füßen weggezogen würde. Mein ganzes Fundament würde einstürzen und ich würde fallen. Ewig fallen.
Aber ich schätze so ist das Leben. Man muss das Risiko eingehen. Das Risiko, einen Menschen zu verlieren, wenn man ihn zu nah an sich heranlässt. Allerdings… sind all die schönen Momente den Fall nicht wert?
Eigentlich will ich darüber nicht nachdenken. Nicht, solange ich mich in meiner Blase der Naivität befinde. Ja, vielleicht ist das dumm von mir und vielleicht werde ich fallen und vielleicht werde ich all das bereuen, aber jetzt geht es mir gut. Jetzt glaube ich daran, dass Träume wahr werden können und ich werde mich an dieser Hoffnung festklammern, bis sie zerplatzt.
Was ich damit eigentlich sagen wollte: Danke, dass du mich in diese Welt geführt hast. Ich bin unglaublich froh, hier zu sein. Danke, dass du immer für mich da bist. Danke, dass du mich an der Hand genommen und mir leise und still bewiesen hast, dass die Realität genauso schön sein kann wie die Gedanken in meinem Kopf.
Manchmal mag die Wirklichkeit vielleicht nicht so toll erscheinen. Dann flüchtet man sich in Bücher oder Filme oder andere Gedankengebilde. Das ist natürlich und wichtig. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass einen die Realität nicht im Stich gelassen hat. Es ist nie zu spät, die alten, aufgegeben Träume wieder aufzugreifen und auf ihre Erfüllung zu hoffen. Ich kann euch versprechen, die Geduld wird sich lohnen. Vielleicht nicht genau auf die Art und Weise, wie ihr es erwartet, aber doch irgendwie.
Ich freue mich schon auf nächste Woche! Da werde ich eine ganz besondere Ankündigung zu machen haben...Bis dann ;)




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