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Ostereiersuche einmal anders

  • Autorenbild: chiarasue
    chiarasue
  • 12. Apr. 2020
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 13. Apr. 2020

Strahlender Sonnenschein und wolkenloser, blauer Himmel. Was wünscht man sich an einem Ostersonntag mehr? Die Antwort auf diese Frage ist heuer für viele sehr einfach: mit Familie und Freunde feiern. Leider bleibt wohl dieser Osterwunsch für's Erste unerfüllt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Stattdessen kann man die Chance nutzen, Ostern heuer einmal etwas anders zu feiern. Der Osterhase schafft es ja vielleicht dennoch zu dir. Bei uns waren die Verstecke immer sehr...abwechslungsreich. Das eine Jahr öffnet man die Tür und kommt nicht umhin, sich mit einem gewagten Sprung vom Stolpern und der unweigerlich damit verbundenen Zerstörung des Osternests zu retten; im anderen sucht man gefühlt den ganzen Tag und sieht sich vielleicht sogar dazu gezwungen, Hinweise zu erbetteln. Ostern war für mich aber auch immer irgendwie das Zeichen für den Beginn der warmen Jahreszeiten. Bald kommt der Sommer, man darf sich laut der wichtigen R-Regel (dass man während der Monate, die ein r im Namen tragen, nicht barfuß gehen darf) wieder ohne Schuhe nach draußen wagen und man (bzw ich) sollte das Fenster in der Nacht bei Licht geschlossen halten, um zu verhindern, dass sich ein Insektenschwarm unter meiner Decke ansiedelt. In der Volksschule habe ich gelernt, dass Ostern ein Neuanfang ist. Früher habe ich das nie verstanden, weil Jesus doch gestorben ist. Na gut, dann ist er zwar wieder auferstanden, aber ein paar Wochen später hat er sich erneut und diesmal freiwillig in den Himmel aufgemacht. Jetzt verstehe ich den Zusammenhang etwas mehr, kann aber vor allem das Gefühl besser nachvollziehen. Silvester beginnt vielleicht offiziell das neue Jahr, aber die dazugehörige Aufbruchsstimmung und Motivation holt mich immer erst so um Ostern herum ein. Ostern ist für mich ein Zurücklassen und Verändern. Ich mag Veränderungen grundsätzlich nicht, aber ich habe gelernt, dass es oft nicht schlecht ist, sich auf sie einzulassen. Denn wenn wir mal ehrlich sind, wäre ein Leben ohne Veränderungen schon ziemlich langweilig. Stell dir vor, du müsstest immer in den gleichen Klamotten auf den gleichen Straßen zu denselben Freunden laufen. Und dabei auch noch immer die nervige Nachbarin von gegenüber treffen ;)

Nene, der Mensch braucht Veränderungen. Und momentan befinden wir uns mitten in einer solchen, die mit großer Wahrscheinlichkeit in die Geschichtsbücher eingehen wird. Veränderungen machen auch immer Angst. Also mir zumindest. Das ist nur verständlich und liegt uns vermutlich im Blut. Als Steinzeitmenschen mussten unsere Vorfahren auch immer vorsichtig sein, wenn sie sich auf neues Terrain wagten.

Aber während der Veränderung kann man nicht sagen, ob das Leben danach besser oder schlechter sein wird. Es gibt beide Möglichkeiten. Wir wissen, dass die Coronakrise durchaus auch positive Seiten hat. Welche Auswirkungen im Endeffekt überwiegen werden, wird sich vielleicht erst in einigen Jahrzehnten herausstellen. Wer weiß, vielleicht werden wir durch Corona alle immun gegen eine weitaus schlimmere Krankheit, die in einigen Jahren ausbrechen wird. Ich weiß nicht, ob das überhaupt möglich ist. Biologie ist nicht meine größte Stärke, aber du weißt, worauf ich hinaus will, oder?

Wie dem auch sei: Ich wünsche dir ein wunderschönes Osterfest, entspannte Tage und viel Zeit, um das zu tun, was du willst :)

Sollte es der Osterhase nicht zu dir geschafft haben, sind in diesem Text so einige Eier versteckt? Um genau zu sein 65. Kannst du sie alle finden? Viel Glück und bis nächsten Mittwoch :)


 
 
 

1 Kommentar


tobihauer001
tobihauer001
12. Apr. 2020

Danke, macht sehr viel Spaß :)

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